Diskussion:Flipcamp

Aus barcamp.at
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Auf dieser Seite kann diskutiert, gefragt und geantwortet werden...

Themenvorschläge von Andreas Klinger:[Bearbeiten]

Vorschläge:

  • "Kreativitätstraining"
  • Texten für Onlinemedien
  • (Kampf-)Rhetorik und Körpersprache
  • Verhandlungstechniken
  • selfmarketing

etc

Weitere Ideen Robert:[Bearbeiten]

  • Was erwarten wir von Web 4.0
  • Do´s und Don´ts des Bloggens
  • Usability von Blogs/Websites (und das nur mit Flipchart)
  • Warum nutze ich einen Web 2.0 Dienst?
  • Buchbesprechungen
  • Wir entwickeln gemeinsam einen Web 2.0 Dienst
  • Comic zeichnen (lernen) - die nachher dann ins Web übertragen werden. Die Comics könnten auch kleine Anleitungen zum Thema Web sein (gibt es ja schon in ähnlicher Form - aber selber probieren macht mehr Spass)
  • Gemeinsam Zeitungen bezüglich des Themas Web analysieren (was wird geschrieben, wie wird geschrieben, was fehlt,...)

Einige wirre Ideen von mir, Tom[Bearbeiten]

Also ich würde vorschlagen auch die Themen etwas offline zu nehmen:

  • Kreativitätstechniken finde ich super
  • Kommunikationstechniken (schnelle Reaktionen auf "blöde Fragen oder Beschwerden" könnte ich anbieten)
  • Literatur
  • Kochen und Essen im 21. Jahrhundert, Kultur oder Trend zu Massenfütterung mit Fertiggerichten?
  • Religion im Web 2.0 Zeitalter - eine Diskussion

Das Barcamp kann ja dank des offline Gedankens auch auf einer etwas urigeren Location stattfinden! (Burg, Kloster,...)

Robert[Bearbeiten]

Urige Location wäre nett. Kommt darauf an, wie aufwendig wir das erste FlipCamp gestalten wollen und auch können (Geldfrage bzw. wer kennt wen der eine Burg zur Verfügung stellt). OfflineThemen fände ich gut. Spannend würde ich - wie schon mal gesagt - finden, wie und ob wir WebThemen durch Papier und Stift nicht eine neue Diskussionebene hinzufügen können (hochtrabend gesagt). Die Ideenfindung hier soll ja auch mal dazu dienen zu zeigen, dass FlipCamps überhaupt ein "Themenpotential" haben. Schlussendlich hängt es wie immer von den TeilnehmerInnen ab. --Robert Lender 13:30, 25. Aug 2008 (PDT)


Antwort von Monika: Die Alte Burg Gmünd stünde zur Verfügung! Ein Raum oder zwei Räume? Oder in allen Räumen (inklusive Folterkammer?? :-)) ) Kommt auf den Zeitpunkt an. Die Alte Burg hat von Januar bis eine Woche vor Ostern geschlossen. Das mit dem Slow-Food kommt auch hin, da Burgköchin Ula wirklich noch alles per Hand macht. Zur Geldfrage: Zahlt jeder seinen Verzehr selber oder brauchen wir dafür einen Sponsor??


Klingt interessant. Ich werde mir die Burg mal virtuell ansehen. --Robert Lender 13:15, 3. Sep 2008 (PDT)

Ideen von Jana:[Bearbeiten]

  • Finde alle Ideen oben gut, besonders gefüllt mir der Blickwinkel der Langsamkeit (siehe oben: Slow statt Fast Food)
  • in die gleiche Kerbe: Hyper- Informations- und Kommunikationszeitalter heute - Wie lief's früher? (Evtl. eine Nostalgiesitzung bei der früher geschriebene Briefe/Kommunikation mit Brieffreunden - remember the concept? - untersucht werden)
  • Oder auch mal so was altbackenes wie eine Literatursitzung, in der man Bücher vorstellt, die man gelesen hat (habe im Urlaub 3 Romane gelesen, etwas so viel wie in den letztn 2 Jahren - Romane lesen is völlig offline und doch total virtuell)
  • Oder: Braucht die Welt eigentlich Netzliteratur? (Gott sei dank ist das ja eh kein besonderer Hype mehr)

Ideen von Roman[Bearbeiten]

Ich würde sehr gerne ein paar gesellschaftliche Aspekte genauer ansehen:

  • Woraus setzt sich die Essenz zusammen, die uns anspornt, gemeinsam etwas zu erschaffen oder zu erstellen? (im Web und überhaupt)
  • Gibt es das "Generationenproblem" überhaupt?
  • Welches sind die Vorteile von Offline sein?
  • Vorstellung meiner Wortskizzen und "Bildersprache"

Zu den obigen Themen könnte ich etwas beitragen, nichts Wissenschaftliches, dafür aber Bodenständiges. Gerne würde ich dazu mehr erfahren, kann aber nicht viel dazu liefern:

  • Die Qualität der Langsamkeit

Anmerkungen von Biggi :[Bearbeiten]

Hallo - weil in meinem Blog eine [kleine Diskussion] zum Thema losgegangen ist, will ich gerne von meinen "Flipcamp-Erfahrungen" mit dem Texttreff berichten.

Wir machen das seit Jahren so:

Veranstaltungsort ist eine zum alternativen Veranstaltungshotel umgebaute Mühle im Wendland. Das ist eine Region im Nord(-Osten) Deutschlands, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Und ich meine Gute Nacht. Da ist echt NIX los. Aber wunderschön. Bis vor zwei Jahren gab es kein WLan. Gibts auch heute nur peripher und auch der Handyempfang holpert bis heute.

Dort mieten wir uns ein. Schlafen, Essen (lecker! *g) und Arbeiten unter einem Dach. Ach ja - und Feiern. :-) Platz ist für ca. 50 Leute. Die Plätze sind heiß begehrt, wer nicht schnell genug ist, guckt in die Röhre. Wenn die verbindliche Anmelderei erledigt ist, sammeln wir in einer Mailingliste Workshopthemen. Jede sagt, was sie anbieten könnte.

Alles wird gesammelt, am Ende wird alles präsentiert und das Interesse abgeklopft. So wird verhindert, dass irgendjemand vergeblich einen Workshop vorbereitet, der dann gar nicht nachgefragt wird. Und so wird sicher gestellt, dass die Angebote auch tatsächlich auf ausreichendes Interesse stoßen. Ein kleines Koordinationsteam organisiert das Ganze und pinnt am Ankunftstag die Wände mit den Workshops voll. Jeden Vormittag zwei oder drei und am Nachmittag noch mal. Abends auch, aber das sind dann eher Freizeitangebote von Tanz über Yoga bis Impro-Theater oder Weinproben... für die, die wollen. Die Teilnehmerinnen tragen sich ein und los gehts.

Und das ist auch schon alles. Material sind Flipcharts, Papier, Stimme und Menschen.

Mittlerweile haben auch paar Notebooks Einzug gehalten, weil es eben jetzt doch WLan gibt in der Mühle. Aber im Großen und Ganzen bestehen die vier Tage aus Gesprächen, Schreiben mit dem Stift und vor allem aus unendlich viel Inspiration und Motivation durch den völlig untechnischen Austausch. Wobei wir auch schon "technische" Themen wie Podcasts und Weblogs und Wikis etc. hatten.

Nach meiner Erfahrung spielt für so eine Geschichte die Umgebung eine riesig große Rolle. Und natürlich auch die Menschen. Ich würde so was nie soooo offen wie ein normales Barcamp organisieren, sondern nur als geschlossene Veranstaltung. Und das ist auch schlussendlich mein Rat nach vielen Jahren Wendland: Erst die verbindlichen Teilnehmer ermitteln. Und dann im internen Kreis das Programm erstellen. Nur so kann das auch wirklich was werden und für alle Teilnehmer effektiv sein und was bringen.

Und was das Bloggen und Twittern etc. betrifft - Himmel - das Netz ist auch noch da, wenn die Teilnehmer mal vier Tage nicht bloggen und twittern. Sie können ja hinterher berichten, wenn sie mögen und viele tun das erfahrungsgemäß auch.

Ich kann mich nur wiederholen, was in meinem Blog schon gesagt wurde: diese vier Tage setzen in mir so viel Motivation frei und so intensiv, dass ich sie wie Urlaub empfinde. Ich kanns nicht belegen, aber ich bin sehr davon überzeugt, dass es daran liegt, dass ich mich wirklich auf die Menschen und deren Inhalte konzentriere und keine Mailbox, kein Feedreader, kein Twitter, kein Telefon, rein gar nix mir dazwischen funkt.

Ich möchte allerdings auch anmerken, dass wir ein Netzwerk sind. D.h. wir netzwerken zum Teil schon fast zehn Jahre miteinandern, lesen uns täglich online. Und im Wendland sehen wir uns dann halt mal. Das ist sicher auch noch ne Spur anders und intensiver, als wenn fremde Leute zusammen kommen. Ich glaube also auch, dass der Erfolg des Texttreff-Flipcamps - den alle Teilnehmerinnen bestätigen würden - auch damit zusammenhängt, dass wir uns schon lange online vertrauen und nun froh sind, uns endlich mal wieder real zu sehen. Und das macht den Computer dann endgültig total überflüssig.

So. Das hab ich nun alles geschrieben, weil Robert drum gebeten hat. Ist lang geworden... ich hoffe, ich habe nicht nur geschwallt und ihr könnt das ein oder andere für euer Flipcamp daraus ziehen.