Diskussion:Was ist das PolitCamp?

Aus barcamp.at
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Anfrage: Warum soll es nur um politische Kommunikation gehen? Wenn man das Spannungsfeld „Politik und Web 2.0“ betrachtet, ist die Einschränkung auf den Aspekt der „politischen Kommunikation“ eine willkürliche und unnötig enge. Die schmale Nische „aktuelle und mögliche Web 2.0-Anwendungen im Politikbetrieb“ wird noch schmäler, wenn nur die politische Teilfunktion „Kommunikation“ diskutiert wird.

Politik ist – Gott sei dank – weit mehr als nur Kommunikation. Da gibt es z.B. jede Menge Issues des „computing in a cloud“. Die bekannten web-relevanten wirtschaftspolitischen und bürgerrechtlichen Issues tangieren etwa privacy, Marktbeherrschung und Urheberrecht. Weitere Aspekte der Politik sind politische Konzeption, Organisation, Prozesse, Partizipation und Umsetzung.

Um das gleich vorweg zu nehmen: Natürlich kann jetzt eingewendet werden, dass das alles unter „politischer Kommunikation“ summiert wird. Und, klar wird in Verhandlungen kommuniziert, was sonst? Das würde dann aber der Sichtweise außen stehender Beobachter entsprechen, die Dreieckständer für den gesamten Wahlkampf und Plenarsitzungen für den ganzen Parlamentarismus halten.

Mein Vorschlag: Kommunikation war und ist ein integraler Bestandteil der Politik, ist aber nicht Politik. Nicht im real und hoffentlich nicht im 2nd life.

Andreas Kovar